Die digitale Revolution und ihre KInder

Hanna Fülling / Gernot Meier (Hg.)

Die digitale Revolution und ihre Kinder

Brennpunkte digitaler Ethik

Die verändernde Kraft der Digitalisierung durchzieht gegenwärtig fast alle gesellschaftlichen und politischen Debatten. Auch vor der Religion macht sie nicht Halt. Die Diskussion ist mitunter von extremen Positionen bestimmt: Erlösungshoffnungen auf der einen, Untergangsszenarien auf der anderen Seite. Nicht selten geraten ethische Handlungsperspektiven dabei aus dem Blick. Der EZW-Text 264 plädiert nachdrücklich für die Einbeziehung ethischer Aspekte und die Berücksichtigung unterschiedlicher wissenschaftlicher Perspektiven auf die Digitalisierung.

Hierfür liefert Stephan Trahasch die Grundlage, indem er aus Sicht der Informatik das maschinelle Lernen zunächst erklärt. Nachfolgend werden sechs Praxisfelder der Digitalisierung erörtert. Diese reichen von sozialen Fragen der digitalen Revolution des Sozialwesens (Melissa Henne) und der neuen Bedingungen für Arbeit (Wenke Klingbeil-Döring) über die Frage nach der Zuschreibung von Bewusstsein bei Robotern (Reinhard Heil, Christian Wadephul und Karsten Wendland) und die Idee eines optimierten Menschen im Transhumanismus (Philipp Kohler) bis hin zum Wandel der Kulturtechniken (Julia Lumma) und der Analyse von Anonymität im Netz (Ulrike Höppner). Abschließend erläutern drei Beiträge aus theologischer Perspektive (Marcell Saß, Viera Pirker, Matthias Kreplin/Gernot Meier), welche Koordinaten der christliche Glaube und das christliche Menschenbild zu den ethischen Fragen eines Lebens in der Digitalität beitragen können.


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