Was hat das Kreuz mit mir zu tun

Was hat das Kreuz mit mir zu tun?

Religion 5–10 Nr. 20/2015

Ist Jesus nun für unsere Sünden gestorben und wie soll man die Metaphern vom Opferlamm und Sühnopfer verstehen? Ist es Zeit, diese Vorstellungen über Bord zu werfen, weil sie dem heutigen Lebensgefühl zu widersprechen scheinen, weil man meint, nicht mehr vermitteln zu können, was damit gemeint ist? Oder muss man sie nicht vielmehr neu interpretieren?

Diese Debatte wird vielen Religionslehrerinnen und Religionslehrern bekannt sein, aber unseren Schülern ist sie fern. Ihnen begegnet das Kreuz in ganz unterschiedlichen Weisen: natürlich in Kirchen, als Kreuz, als Kruzifix, im Bild auf dem Altar. Es begegnet aber auch als Schmuck, selbst als Tattoo. Ist es Mode oder Glaubensüberzeugung, die dahinter steht? Und die Frage nach dem „Opfer“ findet ihren Widerhall auf vielen Schulhöfen. In diesem Heft werden neben den Deutungen des Kreuzes auch biblische und historische Fragen aufgegriffen: Was ist damals überhaupt passiert und wer trägt die Verantwortung für Jesu Tod am Kreuz? Man kann fragen, ob Hoffnung auf ein neues, anderes und besseres Leben sich allein auf den Tod Jesu beziehen kann.

Aus dem Inhalt:

  • "Wo ist denn hier das Kreuz?"
  • "Du Opfer!" oder wie Jesus mit Ausgrenzung umging
  • Das Kreuz als Tattoo. Zwischen Bekenntnischarakter und Modeerscheinung
  • Ein Bild des Jammers. Ein narrativer Zugang zum Isenheimer Altar
  • Wer ist schuld am Tod Jesu? Die Evangelisten erzählen vom Prozess Jesu

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